Geschichte - Neues Projekt 1

Staatlich anerkannter Erholungsort
                                                     Saupsdorf
Willkommen in Saupsdorf
unterhalb des Wachbergs
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Geschichtliches aus dem kleinen Ort unterhalb des Wachberges

Die Wurzeln von Saupsdorf reichen vermutlich bis ins 12. oder 13. Jahrhundert zurück. Damals erschlossen fränkische Bauern im Zuge der Ostexpansion deutscher Feudalherren das Gebiet und ließen sich hier nieder. In alten Urkunden taucht der Ort im 15. Jahrhundert unter wechselnden Namen auf: 1445 als Sawpirstorff, kurz darauf als Supensdorff und Supirstorff, später als Sawpersdorff und schließlich 1526 als Saupsdorff.
Über lange Zeit gehörte das Dorf zum Königreich Böhmen. Die Bauern lebten von ihrer Arbeit auf den Feldern, mussten jedoch Abgaben leisten und Frondienste für das Adelsgeschlecht der Berka von der Duba verrichten. Erst 1451 wechselte Saupsdorf in sächsischen Besitz – ein Einschnitt, der die weitere Entwicklung des Ortes prägte.
Ein Blick auf die Einwohnerzahlen erzählt die Geschichte des Dorfes auf ganz eigene Weise: 1816 zählte man 88 Häuser und 612 Einwohner. Die Bevölkerung wuchs stetig – 1834 waren es bereits 710 Menschen, 1871 sogar 855. Ihren Höhepunkt erreichte die Einwohnerzahl 1946 mit 1.062 Bewohnern.
Doch danach setzte ein deutlicher Rückgang ein: 1964 lebten noch etwa 800 Menschen in Saupsdorf, 1990 waren es 635. Heute ist der Ort mit rund 430 Einwohnern kleiner geworden – doch seine lange Geschichte ist bis heute spürbar.
In und um den Ort waren zahlreiche Mühlen zur Holz- und Futtermittelverarbeitung in Betrieb. Dazu gehörten unter anderem die Gnauckmühle (früher Rölligmühle), die Räumichtmühle, die Richtermühle, die Rölligmühle sowie die Waldmühle.

Das untere Bild zeigt einen offenen Wasserlauf, der über die Straße führte und zum Antrieb des Wasserrades der Richtermühle diente. Das Wasser stammte aus einem Teich oberhalb der Richtermühle, der aus Richtung Thomasdorf gespeist wurde. Während der Kriegsjahre wurde der Wasserlauf durch einen Lastkraftwagen beschädigt und anschließend nicht wieder aufgebaut. Das Wasserrad soll eines der größten der Region gewesen sein.
Neben der Mahlmühle wurden in dem Gebäude von 1921 bis 1926 zusätzlich eine Bäckerei sowie eine kleine Gastwirtschaft betrieben. Ab 1929 kamen eine Schuhmacherei und der Verkauf von Bedarfsartikeln hinzu. In der Bäckerei wurden nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs täglich etwa 300 bis 400 Brote gebacken. Der Bäckereibetrieb wurde schließlich im Jahr 1956 endgültig eingestellt.
Das linke Bild zeigt den Abriss einer alten Schneidemühle, die sich am Dr.-Alfred-Meiche-Weg oberhalb der Waldmühle befand.
Die Mühle wurde vermutlich um das Jahr 1930 abgerissen; genaue Angaben hierzu sind jedoch nicht überliefert.

Auch in Saupsdorf siedelten sich nach der Verkündung der Gewerbefreiheit im Jahr 1861 zahlreiche Handwerker an, darunter ein Schmied, ein Schuster und ein Schneider.

Anbei sind einige Bilder beigefügt. In dem unten abgebildeten Gebäude befand sich von 1936 bis 1952 ein Schuhladen mit Reparaturwerkstatt. Anschließend wurde es von 1952 bis 1966 als Friseursalon genutzt. In den Jahren von 1966 bis 1978 diente der Laden schließlich als Postagentur.

In der Bildergalerie sind zudem verschiedene weitere Geschäfte zu sehen.
Über den Ort gibt es noch viel Historisches zu erzählen; einiges davon wurde bereits in der kleinen Broschüre „Zwischen Wachberg und Kirnitzschtal“ veröffentlicht. Diese ist im Fremdenverkehrsamt Altendorf erhältlich.
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